Theater
Der kleine Muck · Theater Freiburg · 2008
Inhaltsverzeichnis
Aktuelles Theaterstück
Dr. Rübenstein
Heersumer Sommerspiele
August–September 2026 · Garmissen-Ahstedt-Garbolzum · Premiere: 15. August

Ausgewählte Theaterstücke
Schiller Geräubert
Staatstheater Stuttgart · Deutsches Literaturarchiv Marbach · Schloss Ludwigsburg
2005
· Regie:
Uli Jäckle
„Schiller Geräubert“ war eine Theaterreise zwischen Marbach und Ludwigsburg. Ausgangspunkt war Schillers Skizze zu einer Fortsetzung der „Räuber“. Das Publikum folgte dem Stück von Schillers Geburtshaus durch die Kellerräume des Deutschen Literaturarchivs Marbach, durch den Ludwigsburger Schlossgarten bis ins historische Schlosstheater.
Information
Regie: Uli Jäckle
Buch: Carsten Schneider
Musikalische Leitung: Roman Keller
Bühne: Thomas Rump
Kostüme: Elena Anatolevna
Dramaturgie: Beate Seidel
mit: Gisela Aderhold, Bernhard Baier, Sabine Bräuning, Florian Brandhorst, Boris Burgstaller, Hubertus Grimm, Arnd Heuwinkel, Thomas Klees, Reinhold Ohngemach, Nannita Peschke, Luzia Schelling, Christoph Wieschke.
Koproduktion mit dem Staatstheater Stuttgart und dem Deutschen Literaturarchiv Marbach, Schloss Ludwigsburg
Premiere 5. Mai 2005
Presse: Stuttgarter Nachrichten
VERGANGENHEIT UND GEGENWART VEREINT
"Schiller - Geräubert!" zeigt sich als buntes und lebhaftes Spektakel, mit dem das Staatstheater die Zuschauer mitnimmt auf eine Reise durch die Landschaft, durch die Zeit und vor allem in das Land der Phantasie.
Marbach Altstadt, dort wo Schiller geboren wurde, ist die erste Station. Bunt geht es schon hier zu, wo Charlotte Schiller zwischen Räuber spielenden Kindern und dem Gekeife der Frau von Kalb einen Preis auslobt für die Fortsetzung der "Räuber" ihres vor 200 Jahren verstorbenen Mannes. Die Herren Goethe, im schwer patinabelegten Denkmalsdress und der Trivialschriftsteller Kotzebue, ein Popstar, der mit Cheerleadern und Stretchlimousine vorfährt, streiten sich um diese Ehre. Wo kann man die Fortsetzung dieses Fragments von Schiller finden? Natürlich in seinem Kopf! Und der ist im Literaturarchiv, (...) wo Eckermann und Goethe den Schädel Schillers suchen. (...) Eine Aufführung der besonderen Art ist Regisseur Uli Jäckle hier gelungen. Hier findet keine bierernste Hommage statt, sondern ein munteres Treiben, das auch über vier Stunden weder langweilt, noch den Zusammenhang verliert.
Arnim Bauer, Stuttgarter Nachrichten, 07.05.2005
Presse: NVZ
SCHWERER JOB FÜR FREUND GOETHE
Deutschlands Schiller-Jahr ist um eine Attraktion reicher. "Schiller-Geräubert!" heißt eine amüsante Satire auf die bundesweiten Feierlichkeiten, die in Marbach und auf Schloss Ludwigsburg Premiere hatte. Rund 200 Zuschauer gingen mit auf die Theaterreise und waren fast durchweg begeistert. Auf der Busreise des Staatstheaters Stuttgart ließen sie sich von Regisseur Uli Jäckle, Theaterautor Carsten Schneider und Dramaturgin Beate Seidel an historische Stätten führen - mit vielen kecken Zitatbeispielen und immer reichlich Spannung.
Zum Start des rund vierstündigen Spektakels stellt ein Schillerlotse die wichtigsten der immerhin 100 Akteure vor. Zu nennen sind vor allem Schillers Kollegen Goethe (Reinhold Ohngemach) und August von Kotzebue (Arnd Heuwinkel), der ehemals meistgespielte Dramatiker in ganz Europa. Die beiden treten kurz vor Schillers Todestag am 9. Mai in einen Wettbewerb: Es gilt, den zweiten Teil zu Schillers erfolgreichem Erstling "Die Räuber" zu vollenden. Goethe und Kotzebue kämpfen dabei nicht nur um Siegerlorbeer und Publikumsgunst, sondern vor allem um ihren Ruf.
Ulf Mauder, N.V.Z., 07.05.2005
Presse: Marbacher Zeitung
WER IST DER GRÖSSTE KOPF DES JAHRTAUSENDS? Spektakel mit Tiefgang
Schiller ist nicht weit gereist, das hat sich weltweit herumgesprochen. Wie viel man jedoch allein auf einer Fahrt zwischen Ludwigsburg und Marbach über Schiller erfahren kann, beweist jetzt das Theaterprojekt "Schiller-Geräubert!", eine Kooperation vom Deutschen Literaturarchiv, dem Staatstheater Stuttgart und dem freien Theater ASPIK. Doch was heißt hier Theaterprojekt? Ein schillerndes Spektakel ersten Ranges hatte am Donnerstag Premiere.
Wer ist der größte Kopf des Jahrtausends? Ist es Goethe, ist es Schiller? Bei den Frühromantikern war es ein beliebtes Gesellschaftsspiel, die Dichtergrößen aneinander zu messen. Die aktuelle Inszenierung aber bringt einen Dritten ins Spiel: August von Kotzebue, den "Dieter Bohlen" des 18. Jahrhunderts.
Friedrich Schiller muss auf jeden Fall einer der Genialen gewesen sein, denn ihn wollen die genannten Herren nach einer Zeitreise zu seinem 200. Todestag ehren. Schillers treues Eheweib hatte den Auftrag eigentlich Herrn von Goethe angetragen. Doch der intrigante Kotzebue schoss den Vogel -sprich die Brieftaube- ab und macht sich seinerseits auf nach Marbach. Dort trifft zwar auch Goethe vor Schillers Geburtshaus ein, doch das ist purer Zufall: Eigentlich war er auf einer italienischen Reise und muss wohl mit dem Geheimrad falsch abgebogen sein.
Spätestens an dieser Stelle ist klar: Dieses Theaterstück könnte spaßig werden. Die vierstündige Reise an die Originalschausplätze von Schillers Leben führt quer durch ein dichterisches Werk und macht bekannt mit jenen, die in seinem Umfeld eine wichtige Rolle spielten. Dass Christina von Kotzebue (Nannita Peschke) und Johann Peter Eckermann (Boris Burgstaller) nur indirekt dazu gehören, verzeiht man ihnen gern. Die schrille Mutter und der devote Sekretär geben unterhaltsame Sekundanten.
Mit ihrer Hilfe machen sich Goethe und Kotzebue auf die Suche nach dem Fragment von Schillers "Räuber Teil II", das im Rahmen eines Dichterwettstreits zu Ende geschrieben werden soll. Damit ist das Publikum auf zwei Fährten gesetzt: Zum Einen werden die nationalen Schillerfeiern zur Satire, zum Anderen wird die Frage gestellt, was Theater kann und welche Form von Literatur den Sieg davon trägt. Hat nur der pathetische Klassiker seine Daseinsberechtigung? Wieviel Sex und Crime vertragen die Texte, bis sie ins Triviale abgleiten?
Die Inszenierung liefert die Antwort selbst. Die Texte sind gespickt mit geistreichen Wortspielereien und Zitaten. Unterschiedliche Szenen und Spielformen sowie die Livemusik sorgen für Abwechslung, wobei dem Aufenthalt im Literaturarchiv eine Straffung gut getan hätte. Grandios ist der Auftritt des herzoglichen Landesvaters Carl Eugen (Florian Brandhorst) vor der historischen Kulisse in Ludwigsburg, wie überhaupt die Szenen im und am Schloss(-theater).
Sabine Müller, Marbacher Zeitung, 07.05.2005
Das doppelte Karottchen – Ein Möhrchen-Märchen
Theater Freiburg (zwei Spielzeiten) · Heersumer Sommerspiele
2008
· Regie:
Uli Jäckle

„Das doppelte Karottchen“ war eine Theaterwanderung an mehreren Spielorten. Das Publikum ging zu Fuß und wurde streckenweise per Bus zum nächsten Schauplatz gebracht. Erzählt wurde eine Komödie aus der Welt des Gemüses: Hochzeit, Entführung und Gemüsehandel – mit Parade, Verfolgungsjagden, Chorszenen und Darstellern aus der Region.

Das doppelte Karottchen · Theater Freiburg · 2008
Eins, zwei, drei und schon vorbei
Staatsschauspiel Dresden · Bürgerbühne
2010 · Regie: Uli Jäckle
„Eins, zwei, drei und schon vorbei“ beruht auf Interviews mit den Mitwirkenden. Aus den Gesprächen entstanden ein dokumentarischer Bühnentext sowie Toneinspielungen über Erinnerungen, Anfangserfahrungen, Abschied und Tod.
Information
"Die beiden Hörspielmacher Suzanne J. Hensel und Carsten Schneider haben (...) eine Recherche gestartet und Interviews (...) gemacht.
Jeder hat Geschichten erzählt aus seinem Leben, die erste Liebe, der erste Zahn, der erste Liebesbrief. Wann ist man alt, was ist das schönste an der Kindheit, was fällt dir zum Thema Abschied ein, was passiert, wenn du traurig bist, wie wird dein Grab aussehen und vieles mehr.
Aus dem Material ist eine wunderbare Sammlung von kleinen und großen Weisheiten und Anekdoten entstanden, die die Grundlage für dieses Stück darstellt."
(Miriam Tscholl im Programmheft des Dresdner Staatsschauspiels)
Mitwirkende
Stimmen:
Jutta Angelow, Käthe Berneis, Ute Brückner, Alois Dagen, Friderun Dierigen, Ella Eisenkrätzer, Juliette Favre, Dominik Frick, Eva-Maria Ganze, Kriemhild Hamann, Leonie Hanslik, Jutta Gottwaldt, Miriam Kaden, Charlotte Kaiser, Helga Kraft, Dieter Kießling, Werner Koch, Catharina Laube, Rosalie Mesgarha, Dagmar Michel, Lina Neumeister, Edda Reinecke, Hannelore Richter, Akira Schroth, Jutta Schumann, Linda Shuinjo, Marie Süngel, Thekla Thiele und Peter Wacker.
Werkverzeichnis Theater
12 Scherben für ein Halleluja
Heersumer Sommerspiele
2025
· Regie: Florian Brandhorst, Oliver Dressel, Uli Jäckle

Glück
Düsseldorfer Schauspielhaus · Junges Schauspiel
2023 · coronabedingt entfallen
Wo die wilden Enten hausen
Heersumer Sommerspiele
2023 · coronabedingt entfallen
Alles im Fluss
Staatsschauspiel Dresden · Bürgerbühne
2015 · Regie: Uli Jäckle
Odyssee
Deutsches Theater, Berlin
2012 · Regie: Uli Jäckle
Nibelungen-Dekonstruktion
Theater Chemnitz
2011 · Regie: Uli Jäckle
Piraten oder Der zerbrochene Bug
Heersumer Sommerspiele
2011 · Regie: Uli Jäckle
Klinik am Rande des Wahnsinns
Theater Freiburg
2011 · Regie: Uli Jäckle
Eins, zwei, drei und schon vorbei
Staatsschauspiel Dresden · Bürgerbühne
2010 · Regie: Uli Jäckle
Himmel über Heersum (UFOs über der Börde)
Heersumer Sommerspiele
2010 · Regie: Uli Jäckle
1989 wie's im Buche steht
Bundeskulturstiftung und Geschichtsforum, Berlin
2009 · Regie: Uli Jäckle
Information
"Das Projekt nimmt die Vielfalt der deutsch-deutschen Historienproduktion aus Anlass der Jubiläen auf, kommentiert sie und greift situativ in sie ein.
Die Inszenierung im öffentlichen Raum funktioniert wie ein Staffellauf: Einem Staffelstab ähnlich wird ein Gedicht, bestehend aus über 80.000 Titeln von Büchern und Artikeln zu 1989, akustisch weiter getragen – gesungen und gesprochen von Berlinerinnen und Berlinern.
Ein Wochenende lang wandert so die Vielfalt der Titel und Thesen zu den Ereignissen um 1989 ununterbrochen, Tag und Nacht, durch Berlin – über Plätze und Brücken, durch Keller und Kneipen.
Die beteiligten Bürger werden so zum Chor der Geschichtsschreibung, und Begriffe, Schlagwörter und Textfragmente werden zu einem assoziativen Strom, der von der Museumsinsel in die Mensa der Humboldt-Universität wandert, von dort ins Historische Museum und weiter auf die Spree. Am Spreeufer hören Spaziergänger die Titel, um sie an einen Männerchor weiter zu geben, der die nächsten Strophen auf dem Bebelplatz singt...
Mit diesem lyrisch-theatralen Staffellauf wird die Geschichtsproduktion und -deutung, wie sie etwa auch auf dem Geschichtsforum stattfindet, durch Verdichtung, Montage und Assoziation spielerisch kommentiert und auf ihre zentralen Motive und Bilder befragt." (zitiert nach dem Programmheft)
Heindepark /
Jäger des verlorenen Müllsacks
Heersumer Sommerspiele
2009 · Regie: Uli Jäckle
Das doppelte Karottchen
Theater Freiburg (zwei Spielzeiten) · Heersumer Sommerspiele
2008 · Regie: Uli Jäckle
Der kleine Muck
Theater Freiburg, Weihnachtsmärchen
2008 · Regie: Uli Jäckle
Schaan Connery (007-Persiflage)
Theater TAK, Liechtenstein
2008 · Regie: Uli Jäckle
Mut
Theater Aspik, Hildesheim
2008 · Regie: Uli Jäckle
Ausflug in den Menschenpark
Theater Freiburg
2007 · Regie: Uli Jäckle
Die Runkelritter
Heersumer Sommerspiele
2007 · Regie: Uli Jäckle
550 Jahre Uni-Freiburg
Theater Freiburg
2007 · Regie: Uli Jäckle
Wer wohnt oben auf goldenen Sternen?
Initiative Deutsche Sprache, Berlin
2006 · Regie: Uli Jäckle
Der Sympate Junior
Heersumer Sommerspiele
2006 · Regie: Uli Jäckle
Alles über Mozart
Kunsthalle Wien
2006 · Regie: Carsten Schneider
Schiller Geräubert
Staatstheater Stuttgart · Deutsches Literaturarchiv Marbach · Schloss Ludwigsburg
2005 · Regie: Uli Jäckle
Briefe von und an von Kleist
Kleistforum, Frankfurt/Oder
2005 · Regie: Uli Jäckle
Heindi – Ein Alptraum in der Börde
Heersumer Sommerspiele
2003 · Regie: Uli Jäckle
Bördiana Jones auf der Jagd nach dem Bernsteinzimmer
Heersumer Sommerspiele
2002 · Regie: Uli Jäckle
Wie ein Kuß aus Sternenstaub
Kammerspiele Magdeburg
2002 · Regie: Carsten Schneider
Asterix in Astenbeck
Heersumer Sommerspiele
2000 · Regie: Uli Jäckle
Straßenbahn-Geburtstag
Kammerspiele Magdeburg
2000 · Regie: Carsten Schneider
Patrioten im Herz
Theater Aspik, Hildesheim
1999 · Regie: Uli Jäckle
The Browls May Stoken – Ein Goethe-Spektakel
Kammerspiele Magdeburg
1999 · Regie: Carsten Schneider
Das Kirchenmonster
Theaterhaus Jena
1999 · Regie: Carsten Schneider
Der Spähte Tag
Theaterhaus Jena und Jenoptik
1998 · Regie: Sven Schlötcke
Schauspiel und Rollenbilder
Carsten Schneider war als Schauspieler in verschiedenen Theaterinszenierungen zu sehen, unter anderem am Theaterhaus Jena. Die Kostüme der gezeigten Produktionen entwarf Kathrin Krumbein; die Rollenfotos stammen von ihrer Website.
Kurzfilme
von Jacqueline Majumder und Carsten Schneider
Der Achtzehnte Neunte Zwanzig-Zwanzig · 0:20 Min. · 2020
Der Biberbau · 0:38 Min. · 2022
Der Baumstreitschlichter · 0:41 Min. · 2022
Der Stegreif · 0:49 Min. · 2022
Die Hose des Siegers · 0:21 Min. · 2022














