Vita

Carsten Schneider

Inhaltsverzeichnis

Arbeitsweise

Meine Arbeit ist Medien-Collage: Zeitung wird Bild, Radio wird Hörstück, Zitat wird Szene. Ich sammle Wörter, Überschriften und Stimmen, ordne sie über Jahre, zerlege sie und setze sie neu zusammen – mal nach innerem Bild, mal nach Regel (Alphabet, Datum, Serie), mal nach dem schnellen, ehrlichen Impuls dessen, was „ins Auge fällt“.


Mich interessiert, wie sich aus flüchtigen Medien eine Form gewinnen lässt. Denn alles, was Nachricht ist, wird schnell Vergangenheit; Papier knittert, Sprache zerfällt, Stimmen verschwinden. Meine Arbeiten versuchen, dem Zerfall Ordnung abzuringen – und zugleich die Ordnung wieder zu verwirren.

Lebenslauf

1971 wurde ich in Bad Oldesloe geboren und habe Angewandte Kulturwissenschaften an der Universität Hildesheim studiert, wo ich 1997 mein Diplom abgelegt habe.


Seitdem arbeite ich an der Schnittstelle von Wort, Bild und Ton: Ich schreibe Theaterstücke und Kurzgeschichten, komponiere Hörspiele und Klangstücke und entwickle Collagen aus Zeitungspapier. Über viele Jahre ist dabei ein großes Archiv aus fein sortierten Zeitungsausschnitten entstanden (mehr als 250.000), aus dem meine Wort- und Bildcollagen wachsen.



Im Zentrum meiner Arbeit steht die Frage, wie sich Sprache, Klang und Bild ineinander übersetzen lassen – als Kunstwerke, die sich gegenseitig spiegeln und kommentieren.

1971 Geburt

  • Bad Oldesloe, Schleswig-Holstein
  • Aufgewachsen in Rendsburg


1991–1997 Studium

  • Universität Hildesheim
  • Studiengang Kulturpädagogik
  • Hauptfach Literatur/Theater/Medien
  • Beifach Musik
  • Diplom: Angewandte Kulturwissenschaft und Ästhetische Praxis


1998–2003 Theaterschauspieler

  • Theaterhaus Jena
  • Theater Aspik, Hildesheim
  • Hirche-Krumbein-Productions, Berlin


2000–heute Kunst

  • Hörspielmacher
  • Bildender Künstler
  • Autor von Theaterstücken
  • Württembergische Staatstheater, Stuttgart
  • Stadttheater, Freiburg (3×)
  • Bürgerbühne des Staatstheaters Dresden (2×)
  • Theater Schaan, Liechtenstein
  • Deutsches Theater, Berlin
  • Theaterhaus, Jena (2×)
  • Kammerspiele, Magdeburg (2×)
  • Heersumer Sommerspiele (11×)


Ehrenämter

  • 2003: Dramaturg, Theater Ramba Zamba ("Mongopolis"), Berlin
  • 2012 bis heute: Sterbebegleiter, Lazarus-Hospiz, Berlin
  • 2015–2016: Haus- und Veranstaltungsdienst, Lazarus-Haus, Berlin
  • 2016–2018: Bundesfreiwilligendienst, Lazarus-Hospiz, Berlin

Auszeichnungen

• 2025 – max15, ARD / ORF / SRF (Finalist)

• 2024 – max15, ARD / ORF / SRF (Finalist)

• 2021 – Szlabbesz-Preis, Krems (Hörspielpreis)

• 2020 – Berliner Hörspielfestival (Finalist)

• 2018 – Karl-Sczuka-Förderpreis, SWR

• 2017 – Leipziger Hörspielsommer (1. Platz)

• 2013 – Berliner Hörspielfestival (zweimal 2. Platz)

• 2012 – Leipziger Hörspielsommer (Finalist)

• 2010 – Track 5, ORF (Hörspielpreis)

• 2007 – MDR-Literaturpreis (Finalist)

• 2006 – Literaturpreis Prenzlauer Berg (2. Platz)

• 2006 – Open Mike, Haus für Poesie (Finalist)

• 2005 – Dussmann Kritikerpreis (2. Platz)

• 1995 – Ochtersumer Literaturpreis (Lyrik)


• 2023 – Stipendium für Komposition (Schloss Wiepersdorf)

• 1999 – Stipendium für Hörspielautoren (LCB)

Ausstellungen

Einzelausstellung

• 2023 – 53. Kabinettausstellung. St. Matthäus, Berlin

• 2019 – Galerie Artgenossen, Hildesheim

• 2017 – Poesiefestival, Akademie der Künste, Berlin


Gruppenausstellung

• 2024 – KOOK BOOK, Visuelle Poesie, Spor Klübü, Berlin

• 2020 – Galerie Weißer Elefant, Auguststr., Berlin

• 2020 – International Collage Art, Warschau

• 2019 – Galerie Klosterscheune, Zehdenick

• 2019 – Collagistas, International Collage, Brüssel

Dokumentation der Ausstellung "Dekonstruktion in Wort, Bild und Ton" • Akademie der Künste • Foto: Jan Kulke

Radio: Deutschlandfunk Kultur • Kulturtipps •Tobias Wenzel • 2017

Veröffentlichungen

„Im Wartezimmer“ (Kurzgeschichte) und Interview, in: Armin Nagel, Schöner Warten – Über den Umgang mit einem unvermeidlichen Zustand, Lübbe LIFE, 2023. ISBN 978-3-431-07052-1


„Im Sommergarten“ (Kurzgeschichte), in: Literaturwerkstatt Berlin (Hg.) – 14. open mike, Allitera Verlag, 2006. ISBN 3-86520-237-3


„In der Stadt“ (Kurzgeschichte), in: Die Zusammensetzung der Welt, Mitteldeutscher Verlag, 2007. ISBN 978-3-89812-534-5


"Der kleine Muck" (Theaterstück), mit Uli Jäckle, Suzanne J. Hensel, Verlag Felix Bloch Erben, 2008


Interview und Vorstellung von zehn Theaterstücken, in: Die Chroniken von Heersum – Von der Steinzeit zur Sternzeit, Gebrüder Gerstenberg, Hildesheim, 2012. ISBN 978-3-8067-8764-1


"mehr" (Zeitungscollage in der Artist Directory), in: kolaj #34 - A magazine about contemporary collage, p. 66. Maison Kasini, 2021. ISSN 1927-6893


"Carsten Schneider – Zeitungskunst" (7 Bildwerke nebst Besprechung), in: Das lässt sich sehen, etcetera press, 2024. ISBN 978-3-949792-20-5


Kleinere Artikel für diverse Zeitschriften

Fünf Werke in: Kolaj Magazine Katalog "Mit Liebe komm ich hier ni weiter" Im Katalog der Collagistas in Brüssel

Radioberichte & Interviews

Deutschlandfunk | 18. 3. 2018

Zwischentöne – Musik und Fragen zur Person

Tanja Runow im Gespräch mit Carsten Schneider

WDR-3 | 11. 7. 2017

Mosaik • Tobias Wenzel

Die Welt zerschneiden und neu zusammensetzen

Deutschlandfunk | Juli 2017

Corso – Kunst und Pop Tanja Runow

Deutschlandfunk Kultur | 30. 1. 2020

Fazit Kultur vom Tage • Britta Bürger

Badewanne kreuzt Fahrbahn. Nachruf auf den Verkehrsfunk

Deutschlandfunk Kultur | 8. 4. 2020

Studio 9 • Liane von Billerbeck

Geduld lernen: Was wir uns von einem Collagenkünstler abgucken können

Deutschlandfunk | 28. 1. 2020

Hörspielmagazin • Michael Langer

Deutschlandfunk | 14. 7. 2024

Sonntagsspaziergang • Rocco Thiede

Schloss Wiepersdorf – Künstlerrefugium (Min 9:20)

Deutschlandfunk Kultur | 28. 11. 2024

Kurzstrecke 149 • Ingrid Wenzel & Johann Mittmann

Deutschlandfunk Kultur | 27. 11. 2025

Kurzstrecke 161 • Ingrid Wenzel und Johann Mittmann

Berliner Hörspielfestival 2020

Robert Schoen im Interview mit Carsten Schneider. "Ganz famose, flockige Livestream-Gemengelage! Und natürlich sind es genau 6,5% Improvisation. Jeder wahre Profi weiß das und zielt in seinem Schaffen immer genau auf diese magische Zahl!" Zitat: David Le Viseur, 2020

Zeitungsartikel (Auswahl)

Zeitungsartikel über Carsten Schneider von Gunda Bartels, Tagesspiegel
Hildesheimer Allgemeine Zeitung. Artikel über Carsten Schneider von Ralf Neite.