Archiv

Ausstellungen, Rundfunk, Presse, Premieren

Diese Seite bündelt einige Stationen meiner Arbeit: Ausstellungen, Premieren, Rundfunk, Presse, Interviews und Veröffentlichungen. Sie ist als Archiv angelegt; aktuelle Hinweise stehen – sofern vorhanden – zusätzlich auf der Startseite.

Inhaltsverzeichnis

2026

Zweimonatiger Arbeitsaufenthalt

Mecklenburgisches Künstlerhaus Schloss Plüschow

Jan.–Feb. 2026

Schloss Plüschow im Neuschnee am 3. Januar 2026
Künstlerhaus Schloss Plüschow

2025

Zeitschriftenartikel von Kiona Mae Higgins

Das Leben begleiten

Lobetal aktuell, Ausgabe 5-2025


Lobetal aktuell 5/2025 – Das Leben begleiten

Hörspiel | Radio-Premiere

Ein filmanalytischer Vergleich ...

27. 11. 2025 • Deutschlandfunk Kultur • Kurzstrecke 161

  • Mitwirkende

    "Ein filmanalytischer Vergleich populärkultureller Strategien in psychoanalytischer Unterhose zur Analyse des Gelingens und Scheiterns von Komik als Modell polyästhetischer Erziehung"


    Mit: Uwe Hipler, Thomas Gießler, Marita Busch, Michael James Clark, Koko Lana Hörr, Joey Midori Hörr, Nüket Çetik, Eylem Çetik, Jutta Bremer, Dieter Bremer, Ulla Röttger, Cornelia Brunke, Anne Graupner, Petra Mürmann, Smilla Mürmann, Janna Mürmann, Mark Roberts, Franziska Wittkowski, Sabine Meyer, Christine Helmhold, Manuela Hörr, Christel Uhde, Liselotte Ernestine von Borstel, Sophie D., Odila Debertin, Tiny Janus, Stefan Kropp, Vanessa Henze, Marion Stegen, Maren Tönnies, Florian Brandhorst, Dana Ahlgrimm, Katharina Leschke, René Majumder, Vickie Rutschmann, Werner Kiontke, Jacqueline Majumder, Carsten Schneider, Daniela Wegener, Ulrike Hager, Johann Hager, Dr. Helga Behrendt, René Gruschinski, Stephan Dybowski, Martin Leibing, Stefan Krankenhagen, Marlene Ickert, Jürgen Zinke


    Chorleitung: Manuela Hörr, Mark Roberts und Florian Brandhorst


    Text, Ton, Technik und Regie: Carsten Schneider

Kurzstrecke 161 Hörspiel

Hörspiel | Ein filmanalytischer Vergleich ...

ARD-Hörspieltage 2025

8. 11. 2025 • max15 Hörspielwettbewerb • ZKM

max15 © Deutschlandradio / Studio Good

Theaterstück | Heersumer Sommerspiele

12 Scherben für ein Halleluja

Juni–Sept. 2025 • Hildesheim & 12 Orte

12 Scherben einer Glocke
Zeitungsberichte & Videofilme

Hörspiel | Unter freiem Himmel · Blick auf die Elbe

Alles im Fluss

1. 8. 2025 · 33. Internationales Elbe-Saale-Camp

  • Hörspiel-Ankündigung

    Alles im Fluss

    Hörstück von Carsten Schneider

    unter freiem Himmel mit Blick auf die Elbe (bei Regen im Versammlungszelt)

    Carsten Schneider ist ein Meister im Auseinandernehmen und neu Zusammensetzen von Sprache. Aus Sätzen schneidet er Worte, Silben und sogar einzelne Laute, aus denen er in neuer Aneinanderreihung Assoziationen möglich macht.

    Programmheft

Live-Hörspiel | Theater unterm Dach, Berlin

NICHTS im Radio

9. 5. 2025 • Berliner Hörspielfestival

  • Hörspiel-Ankündigung

    "Das Berliner Hörspielfestival als Forum für die unabhängige Szene bietet Hörspiele, Dokus und Klangkunst zwischen 60 Sekunden und 60 Minuten. Mit performativen Live-Interventionen von der Klangkünstlerin Hye Young Sin und dem Schnittvirtuosen Carsten Schneider."

    Ankündigung

2024

Hörspiel | am Heiligen Abend

Weihnachten im Deutschlandfunk

24. 12. 2024 • Deutschlandfunk

Hörspiel: Weihnachten im Deutschlandfunk

Ausstellung & Interview | KOOK-Book & Galerie Spor Klübü

Das lässt sich sehen

Sept.–Okt. 2024 • Zeitgenössische Positionen der Visuellen Poesie

  • Katalogtext von Erec Schuhmacher

    (...) der bildende und Audio-Künstler Carsten Schneider arbeitet mit dem Medium Zeitung. Seine oftmals großflächigen Wort- und Textcollagen gewinnt er insbesondere aus dem Berliner Tagesspiegel.


    Die Materialsammlung zu einer konzeptionell gesetzten Vorgabe erstreckt sich nicht selten über Jahre. So entstehen Collagenbilder mit flächig arrangierten Textauszügen, in denen das Wort Wort vorkommt: ein Wort hat 90 Minuten, vom Wort zur Tat, das letzte Wort zum Jetzt, Wörter mit Wums etc.


    Die so entstehenden Arrangements sind einerseits seriell und zugleich variantenreich, so weit die Worte tragen, und lösen eine poetische Sogkraft aus. Ähnliche Arrangements gibt es mit Wörtern wie Mehr, Zwischen, Und, Nichts, Traum. Es gibt komplexe, wimmelbildartige Textcollagen, in denen Schneider Orte eines Monats so arrangiert, dass die Ortsnamen um das mittig gesetzte Wort Welt konzentrisch alphabetisch fallend eine ausgebeulte Birnenform bilden.


    Schneider ist ein Experte in Sachen De- und Rekonstruktion und leidenschaftlicher Archivar von ausgeschnittenen, mit Pappe verstärkten Wörtern. (Erec Schuhmacher)

    KOOK-Festival
10 Werke im Katalog zur Ausstellung · etceterapress

Hörspiel | Weihnachten im Deutschlandfunk

ARD-Hörspieltage 2024

9. 11. 2024 • max15 Hörspielwettbewerb • ZKM

Carsten Schneider m Gespräch mit Katrin Zipse (rechts) und der Moderatorin Ingrid Wenzel.
  • Zitat aus dem Programmheft (DLF)

    "Die collagierte Zusammenstellung von Sprachmomenten aus dem Weihnachtsprogramm des DLF erzeugt eine verdichtete Sprache mit virtuos konstruierten Sinnkontexten, voller Überraschung und Lebendigkeit. Die so entstehenden Texte bilden zusammen mit ihren klanglich akustischen Kontributen humorvolle oder denkwürdige Momente mit hohem Unterhaltungswert. Altbekannte Motive und Bilder werden spielerisch verdreht und verändern den Fokus auf die Weihnachtszeit. „Weihnachten im Deutschlandfunk“ verrät sehr viel darüber, wie in Deutschland über diese Zeit gedacht, aber auch, was oft übersehen wird."


    (Programmheft Deutschlandfunk Kultur)

2023

Collage im Kunst-Buch | Hg. Dieter Herz

Mit Liebe komm' ich hier ni weiter

Erste Auflage, Dresden 2023 • Radex Edition

Dreimonatiger Arbeitsaufenthalt | Kompositions-Stipendium

Schloss Wiepersdorf

Sept.–Nov. 2023 • Gestiftet vom Land Brandenburg

Schloss Wiepersdorf über den Weiher betrachtet
  • Website-Text über C. Schneider

    "Carsten Schneider wurde 1971 in Bad Oldesloe geboren. Das Studium der Angewandten Kulturwissenschaften an der Universität Hildesheim schloss er 1997 mit Diplom ab. Seitdem widmet er sich der Komposition in WORT, BILD und TON.


    Im Bereich WORT zählt man mehr als 25 aufgeführte Theaterstücke und viele veröffentlichte Kurzgeschichten.


    Im Bereich der BILDER entstehen vorrangig Zeitungscollagen. Jede Collage würdigt ein einzelnes Wort wie „Geist“, „Zwischen“ oder „Nichts“. Diese Bilder vereinen Zeitgeschichte und Schönheit. Sie repräsentieren zugleich Mediengeschichte, denn für einzelne der großformatigen Collagen dauert die Sammelzeit länger als 20 Jahre. Für seine Bildwerke schuf Schneider ein atemberaubendes Archiv von mittlerweile 350.000 fein sortierten Zeitungsausschnitten.


    Im Bereich TON sind unter vielen Hörspielen besonders die „Konstruktionen des Deutschlandfunks“ zu nennen. Das sind Originaltonhörspiele, die ihn nicht nur in eine Reihe mit Ludwig Harig und Ror Wolf stellen, sondern mit denen er nahezu ein eigenes Genre geschaffen hat. Denn weltweit einzigartig ist das Zusammenspiel einiger dieser Audiocollagen mit Bildcollagen des gleichen Sammelthemas. Die Titel sind Programm: „Der Atem eines Tages“, „Die Nomen eines Monats“, „Die Gefahren eines Jahres“ und viele weitere Werke.


    In Wiepersdorf wird Carsten Schneider abermals die Konstruktion des Deutschlandfunks erkunden. Der Arbeitstitel lautet: „Und eines Tages im Deutschlandfunk“. Dafür zerschneidet er einen kompletten Sendetag und sucht und sammelt jedes „und“ heraus. Die Wörter rechts und links davon lässt er vorerst stehen. Dann beginnt die musikalische Komposition des Materials und … und dazu entstehen Zeitungscollagen aus und … und … und …"

Schloss Wiepersdorf

Kurzgeschichte & Interview | "Im Wartezimmer"

Schöner Warten

August 2023 • Armin Nagel • Lübbe Life

Buchcover „Schöner Warten“ von Armin Nagel.
  • Über das Buch

    Warten hat Konjunktur - und das nicht erst seit Corona! Denn gewartet wird ständig, sei es beim Einkaufen, beim Arztbesuch, auf dem Amt oder im Stau. Nicht selten werden diese Momente zur Geduldsprobe, manch einer erlebt sie gar als verlorene Zeit. Der Servicekünstler Armin Nagel beweist nun, dass es auch anders geht: Schöner Warten beschäftigt sich auf positive und unterhaltende Weise mit der Kunst des Wartens und zeigt auf, welche Möglichkeiten dieser unerwartete Freiraum schenken kann. Interviews mit Warte-Experten, charmante Texte und praktische Übungen laden zu Reflexion, Kreativität und Entschleunigung ein. Ein Buch für alle, die ihren Alltag bereichern möchten! 

    Text zitiert nach Website Lübbe Life

  • Interview: Armin Nagel / Carsten Schneider

    1) Wann hast Du das letzte Mal gewartet? Und kannst Du die Situation beschreiben?


    Heute Morgen habe ich gewartet, als ich beim Zeitungslesen auf NICHTS gewartet habe. Ich suche derzeit NICHTS und zwar speziell in der ZEIT, denn NICHTS in der WELT habe ich früher schon gesucht. Heute war NICHTS in der ZEIT dran. Aber heute war nichts in der ZEIT drin. Also habe ich die ganze Zeit nichts gemacht und nichts gesammelt – und am Ende aber doch gewartet.

     

    2) Was war bisher Dein schlimmstes Warteerlebnis?


     Am schlimmsten war es, wenn der Vater früher Spaghetti alla Bolognese zubereitet hat. Das gab es nur am Wochenende. Das Warten begann bereits um zehn Uhr morgens. Der Vater verschwand in der Küche. Dann wurde es elf. Dann schlug es zwölf, und um Viertel vor eins wurde langsam der Majoran gerebelt und die Salzmühle gepfeffert. Es dauerte und duftete und dauerte. Nur am Ende ging‘s ganz schnell: er kippte die Maggifix-Packung dazu und dann war‘s fertig.


    3) Auf was wartest Du gerne?


     Ich warte gerne auf den Frühling.


    4) Wieviel bist Du pro Minute wert?


     Also, ich bin jetzt fuffzig Jahre alt … das sind, ähm … ähm … das sind … und ich hab` Tausend Mark … Tausend Mark durch fünfzig sind schon mal, ähm zwei… irgendwas mit zwei? ... zwanzig … das heißt ich bin zwanzig Mark pro Jahr? Ähm, oder? Hm, dann bin ich pro Minute nicht richtig viel wert?


    5) Stell dir vor Du musst mehrere Stunden auf einen Bus warten und könntest Dir eine Person aussuchen, mit der Du diese Zeit verbringen kannst. Wer wäre das?

     

     Na, da nehme ich doch den Busfahrer!


    6) Gibt es eine Filmszene, die Dir einfällt, wenn Du ans Thema Warten denkst und kannst Du sie kurz beschreiben?


     Ja, ich meine mich zu erinnern, daß Forrest Gump einmal wartend auf einer Bank saß, einsam und alleine. Er wartet auf den Bus. So war es auch in Ludwigsfelde im Altenheim. Immer wieder verschwanden Alte, und man fand sie dann irgendwann an irgendeiner Bushaltestelle wieder. Da kam Frau H. von der Pflegedienstleitung auf die Idee, hinten im Garten eine große Bushaltestelle aufzustellen. Da sitzen die Alten jetzt, sie wollen gar nicht wegfahren, sie wollen einfach nur warten.


    7) Fällt Dir ein Musiktitel zum Thema Warten ein?


     Ja, Velvet Underground, Lou Reed (singt): 

     “Ich warte auf meinen Mann, ich warte auf meinen Mann!“ Das klingt heut vielleicht banal, da wartet jemand auf seinen Mann; aber wir sind hier 1967 in den USA und damit hatte der junge Lou Reed die Latte schon recht hochgelegt. Damit hat er auch Türen geöffnet für Leute wie die Doors, drei Jahre später konnte Jim Morrison singen: „Waiting for the Son“ – „Ich erwarte einen Sohn“!


    8) Für welches Produkt würdest Du Dich zwei Tage lang in eine Warteschlange stellen?


     Für meine Frau.


    9) Gibt es am Ende unseres Gesprächs noch etwas, was Du unbedingt zum Thema Warten loswerden willst?


    Meine Ungeduld.


    10) Herr Schneider, wir danken für das Interview!

Armin Nagel | Service Pionier

Ausstellung | Collagen & Hörspiele

und und und

Apr.–Aug. 2023 • 53. Kabinettausstellung • St. Matthäus Stiftung

  • Einleitung durch Bischof Dr. Stäblein

    Grußwort

    Eröffnung Kabinett-Ausstellung

    Und Und Und

    21. April 2023

    Evangelisches Zentrum Berlin

    Bischof Dr. Christian Stäblein


    Liebe Freundinnen und Freunde des Hauses, der Kunst, der Kunstausstellung, der Kabinettausstellung, lieber Herr Schneider,


    Ihnen allen ein herzliches Willkommen! Ich freue mich, dass wir die Werke von Ihnen,

    lieber Herr Schneider, in den nächsten Wochen hier sehen dürfen.

    Collagen. Wort-Collagen.


    Für einen Moment habe ich heute Morgen gedacht: was für ein Zusammentreffen, welche Koinzidenz: Collage kommt von coller, zu Deutsch: kleben, leimen. Diese Stadt ist ja gerade ein großes Klebefeld, womöglich eine Collage, gut, wenn es nicht zur Karambolage wird.


    Carsten Schneider schneidet aus – ohwei, noch ein unverhofftes Wortspiel, das ich mir vorher gar nicht so klar gemacht hatte. Ich hoffe, wir haben lange genug telefoniert, dass ich den Eindruck gewinnen konnte: Sie halten das Wortspiel aus. Sie leben ja vom Wortspiel. Also nicht direkt vom Wortspiel, eher vom Wortschnitt.


    Worte. Wir sind ja hier gewohnt im Hause, welche zu machen. Aber jetzt, wo sie hier in dieser Eindrücklichkeit hängen, fangen sie an mir zu fehlen, merke ich. Ich hatte mir das so schön vorgestellt. Ein paar Worte an den Collage-Künstler und – ja, kann man wohl sagen: Dadaisten Carsten Schneider – ein paar Worte von dem Hannoveraner, der ich ja bin und also mit Dada aufgewachsen. In Hannover war ja neben Berlin und Zürich eine Hochburg, Kurt Schwitters sei Dank.

    Schwitters war Wortkünstler vor gut 100 Jahren, sein berühmtestes Gedicht: An Anna Blume. Führt uns heute direkt in die Kollwitzstraße, da heißt ein Café so, nach Schwitters. Kollwitzstraße, Prenzl-Berg, sind wir wieder bei Carsten Schneider.


    Was er macht, ist so eindrücklich, mir fehlen die Worte. Aber vielleicht kleben sie hier?

    Im Und? Im Für? Im Gegen? Im Wieder. Wie der. Im Die. Oder die – sterben. Madonna.

    Die Madonna hängt bei mir um die Ecke im Zimmer, ich mache gleich die Tür auf. Aber

    erstmal schauen Sie auf die Orte in der Bild-Zeitung in einem Monat. Und auf die Infinitive. Die, wenn Sie genau hinschauen, einen gewissen Hang dazu haben, Hauptwörter zu sein. Haupt Wörter. Unsere Substantive.


    Was mir einleuchtet, um schon zum Eigentlichen zu kommen – Zums hängen übrigens um die Ecke, wenn Sie mal eins brauchen – also, was mir einleuchtet, ist die dreifache Rettungshandlung, die Carsten Schneider vollbringt. Er bewahrt im Ausschneiden die Nachricht, die, weil bekanntlich morgen schon von gestern ist und also weg. Er bewahrt die Zeitung selbst, die ja schneller Fischeinwickelpapier ist als sie sich denken kann.


    Und er bewahrt das Medium Zeitung auf diese Weise, es geht ja gerade Stück für Stück unter. Hier geht es auf. Eine dreifache Rettungshandlung, ein bewahrendes Bewahren des Bewahrens. Geklebt. Und weder Carsten Schneider noch ich will Sie dabei leimen, also, na Sie wissen schon, geleimt werden.


    Neben dem Bewahren, hat die Sache natürlich auch etwas sehr Prophetisches, Zukunftsgewandtes. Worte von morgen hängen schon heute hier. Aus dem war – hinten im Gang – wird, wir erleben es mit Schrecken, wieder der war. Aus der Die, wird die die Die. Und ganz besonders wichtig wird das Zwischen. Sie finden es um die Ecke. Und wenn sie in den Raum dort hinein gehen, Vorsicht: das Nichts lauert. Nichts. Ich bin gespannt, was das Nichts aus den Besprechungen dort in den nächsten Wochen macht.


    Nichts? Sicher? Oder kündigt Carsten Schneider schon mal die Zukunft an – da? Ach Dada, wir wählen morgen einen neuen Präsidenten, eine neue Präsidentin, also nichts da mit dem Nichts.


    Bewahrendes. Zukünftiges. Worte dafür aufgehoben.


    Vor allem aber ist das, was hier hängt, etwas durch und durch Spirituelles. Das Wort.

    Wir wissen ja, dass es am Anfang war. Es war der Anfang. Aber welches. Für? Gegen?

    Und? Gott und Wir? Und? Was wären wir ohne und. Vor allem Unds hängen hier.

    Das Wort. Es ist ein Universum. Jedes für sich. Und endlich haben sie hier mal ihr Recht, für sich zu sein die Worte. Nicht in ständigem Zusammenhang von Sätzen, hier müssen sie mal keinen Sinn ergeben, hier haben sie ihren eigenen, regelrecht Eigensinn. Und?

    Und?

    Wie und?

    Na und? Nix und.


    Naja, Du könntest noch sagen, dass Carsten Schneider dass auch mit Audio-Bändern macht. Schnipsel. Das Atmen eines Tages auf Deutschlandfunk. Versammeltes Atmen.


    Und dass er auch Kreuze collagiert. Und, ob er das nun hören will oder nicht, eine für

    mich tief religiöse Werkschau hat. Und das Zentrum davon – wir sind eben Protestanten – das Zentrum davon die Worte. Und? Die sind hier.


    Und – jetzt berühmtestes Berliner und – und das ist auch gut so.


    Danke – willkommen, ich freue mich sehr über die Ausstellung, die Werkschau – Danke, Carsten Schneider, danke Ihnen allen für’s Kommen, Danke den Initiatoren, Danke St. Matthäus – Sie haben das Wort, lieber Herr Schneider! 

Stiftung St. Matthäus

Hörspiel-Serie | Geschnitten Radio

Wurfsendung der Woche

Okt. 2023 • Deutschlandfunk Kultur

Wurfsendungs-Serie

2022 und davor

Radio-Dokumentation von Ulrich Bassenge

Geschichte der Hörspieldramaturgie

2. 3. 2021 • Deutschlandfunk

"Das O-Ton-Hörspiel lebt. Immer wieder spitzt es aus den Lücken, ob in den Improvisationsstücken des Schweizer Rundfunks, den Werken von Plamper und Rimini Protokoll oder im monothematischen Oeuvre des Künstlers Carsten Schneider. Seit Jahren schneidet er das Programm des Deutschlandradios mit, bevorzugt die Verkehrsnachrichten, und verwandelt sie in bizarre Klangskulpturen."

Zitat Ulrich Bassenge

Bericht von Ulrich Bassenge

Live-Show mit Robert Schoen | Berliner Hörspielfestival

Im Anfing fang der Deutschlanfung

15. 8. 2021 • Akademie der Künste, Berlin

Robert Schoen

Workshop | Organised by Lena Hintze

Enter Literature

Okt. 2021 • Literarisches Colloquium Berlin

  • Über "Enter Literature"

    Mit Beiträgen von: Yevgenia Belorusets (Autorin, Fotografin, Bildende Künstlerin), Anna Bers (Literaturwissenschaft, Uni Göttingen), Rebecka Dürr (Literaturwissenschaft & Speech Science, Uni Hamburg), Mara Genschel (Schriftstellerin, Performerin), Martina Hefter (Autorin, Performancekünstlerin), Swantje Lichtenstein (Kultur & Ästhetische Praxis, HS Düsseldorf), Cornelia Ortlieb (Literaturwissenschaft, FU Berlin), Kai Padberg (Theaterwissenschaft, FU Berlin), Carsten Schneider (Kunst in Wort, Bild, Ton), Kinga Tóth (Klangpoetin, Performerin), Mathias Traxler (Autor, Übersetzer), Peer Trilcke (Literaturwissenschaft, Uni Potsdam).


    "Obwohl sich die Autor·innenlesung spätestens mit Etablieren der Literaturhäuser in den 1980er Jahren in Deutschland immer größerer Beliebtheit erfreut, wird sie im Gegensatz zu anderen, ebenfalls textbasierten Künsten aus wissenschaftlicher Sicht mit Zurückhaltung bedacht. Dabei geht die Lesung oft über die vermeintliche Abgeschlossenheit des Textes in Buchform hinaus, vor allem wenn es sich um performative und transdisziplinäre Spielarten von Literaturpräsentationen handelt. Verbunden mit dem Wahrnehmungswechsel vom Lesen zu einer das Lesen erweiternden Form durch Hören und Sehen sind Fragen nach der Medialität der Lesung und ihren Kontexten. In welchem Verhältnis stehen die Stimme und der Körper des/r Autors·in sowie andere mediale Dimensionen (Sound, Bilder, Video) zum Text und welche Auswirkungen hat das auf die Konzeption von Autor·innenschaft? Schreibt sich die Darbietung selbst in einen Text ein? Welche Rolle spielt das Publikum, also die reale Anwesenheit von Leser·innen für die Aufführung von Texten? Wenn sich die mediale Präsenz der Schrift auf Ton, Bild, Bewegung oder Aktion hin erweitert, wird das Interesse besonders auf die ästhetische Autonomie der Darbietung gelenkt. Kann die Lesung dann als genuine Erscheinungsform von Literatur, als eigenes Werkmedium gewertet werden?"

    Zitat Lena Hintze

Enter Literature- FLYER

Gruppenausstellung | Kuratorin Fr. Anna Kłos

International Collage Art

Apr.–Mai 2020 • Warschau, Polen

COLLAGE ART 2020 FLYER
Galeria Retroavangarda

Filmmusik | Leo Kuelbs Collection

Digital Fairy Tales (2019)

März 2020 • Internat. Kurzfilmwoche Regensburg

Leo Kuelbs Collection
  • Backlighting • Lea Brugnoli • Info

    Video: Lea Brugnoli

    Audio: Carsten Schneider

    From: Digital Fairy Tales (2019)


    Presented by Leo Kuelbs Collection

    Curated by Leo Kuelbs and Sandra Ratkovic

    Thanks to Schoenwerth Foundation Regensburg


    Dauer: 3:09 Min.

    2019

    Lea Brugnoli
  • Three Woman under the Clouds • Ana Bilankov • Info

    Video: Ana Bilankov

    Audio: Carsten Schneider

    From: Digital Fairy Tales (2019)


    Presented by Leo Kuelbs Collection

    Curated by Leo Kuelbs and Sandra Ratkovic

    Thanks to Schoenwerth Foundation Regensburg


    Dauer: 5:00 Min.

    2019

    Ana Bilanko

Gruppenausstellung | Schmales Weltfell

6th International Collage Festival

Sept. 2019 • Brüssel, Belgien

Collagistas POSTER

Karl-Sczuka-Förderpreis | Die Gefahren eines Jahres

Donaueschinger Musiktage

Okt. 2018 • SWR • Donaueschingen

Plakat der Donaueschinger Musiktage 2018

Radiointerview | Musik und Fragen zur Person

Zwischentöne im Deutschlandfunk

18. 3. 2018 • Im Gespräch mit Tanja Runow

Ausstellung | 50 Collagen • 10 Hörspiele

Dekonstruktion in Wort, Bild und Ton

2017 • Poesie Festival • Akademie der Künste, Berlin

Musiktheater | Wiener Mozart-Jahr

Alles über Mozart

2006/7 • Kunsthalle Wien

  • Zeitungskritik "Alles über Mozart"

    "Vom Wunderkind zur Mozartkugel" 

    Überraschend unterhaltsame Performance der Schneidergesellschaft (Von Sonja Harter/APA) 


    (...) Belohnt wurden all die, die bis 22 Uhr ausharrten, um "Alles über Mozart" im k/haus zu sehen. Was man aus einem eher fad klingenden Konzept machen kann, veranschaulichte die Schneidergesellschaft. Aus hunderten Buchtiteln zu Wolfgang Amadeus Mozart komponierte das Kollektiv eine Sound-Performance, die nicht kalt lässt: "Wie vermarktet man ein Wunderkind?", "Vom Wunderkind zum Revolutionär", "Vom Wunderkind zur Mozartkugel", "Eine Mozartkugel muss innen grün sein". Geordnet nach Thematik, nach Alphabet, nach chronologischen Gesichtspunkten. Es beginnt mit Mozarts Kindheit, behandelt später sowohl seine Krankheiten als auch seine Liebschaften - und endet bei Mozarts sagenumwobenen Tod: "Ist Mozart unter uns? Und wenn ja, wie tief?"


    Mit verzerrter Stimme, in verschiedenen Tonlagen, mal ernst, mal ironisch werden die "20.000 Buchtitel über Mozart seit Christi Geburt" vorgetragen. Dass nicht alle Titel tatsächlich existieren, macht da gar nichts. Auf der Bühne wird mit variablen Bücherregalen hantiert, gemalt, musiziert, geordnet. "Mozart und seine Zeitgenossen. Mozarts Zeitgenossen haben Mozarts Zeit genossen. Mozart hat seine Zeit genossen", heißt es da. Und am Schluss? "Jedes Jahr ist Mozart-Jahr. Jedes Nein ist Mozart-Nein". Ein gelungener Abend, Mozart-Gehalt: Hundert Prozent.