Wortbilder
Werkauswahl und Archiv
Inhaltsverzeichnis
- Eine kleine Einordnung
- Zwei Hauptwerke
- Weltfelle mit Schrift
- Wortbilder 125 × 250 cm
- Nichts in der Zeitung
- Alles–Nichts
- Wortbilder mit Originalton-Hörspielen
- und/pun – Drehbare Wortwerke
- die/die/die – Grammatik der Endlichkeit
- Weitere Wortbilder
- der, die, das
- Erde, ich werde Deine Liebe beweinen
- Stop-Motion-Filme
- Gesetztes – Unschlagbare Schlagzeilen
- Zeitungsarchiv
- Das Archiv in Zahlen
- Das Archiv als Maschine
Eine kleine Einordnung
»Uns überfüllts. Wir ordnens. Es zerfällt.
Wir ordnens wieder und zerfallen selbst.«
Rilke, Vierte Duineser Elegie
Poesie aus dem Fundus der Presse
Viele meiner Wortbilder lassen sich als Visuelle oder Konkrete Poesie lesen: Es sind Gedichte aus Zeitungssprache, in denen Bedeutung, Rhythmus und Bildfläche zusammenwirken. Dabei arbeite ich mit eng gefassten Wortfeldern: ein „und“-Bild, ein „Traum“-Bild, ein „Nichts“-Bild. Aus Hunderten gleichartiger und ähnlich gelagerter Fundstücke wachsen neue, dichte Textgewebe.
Grundlage dieser Arbeiten ist ein über viele Jahre aufgebautes Zeitungsarchiv, mein Wortschatz. Mehr als 300.000 Wort- und Satzfragmente sind in über 250 Kategorien geordnet – nach Wörtern, Themen, Grammatik und Typografie. Aus diesem wachsenden Fundus montiere ich jedes Wortbild Schicht für Schicht, bis ein reliefartiges, haptisches Textfeld entsteht.
Viele der hier gezeigten Collagen bestehen aus Wörtern und Schlagzeilen eines einzigen Zeitungshauses – etwa der ZEIT, der WELT, der F.A.Z., des Tagesspiegels, der Berliner Zeitung, der Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung oder der New York Times. Große Arbeiten mit Breiten von über zwei Metern beruhen oft auf einer Sammelzeit von fünfzehn Jahren; ihre Umsetzung im Atelier dauert mehrere Monate.
»Lange folge ich
einigen Worten«
Karl Krolow: Älter werden
Zu zahlreichen Wortbildern existieren akustische Geschwister: Originaltonhörspiele, die mit einem vergleichbaren Prinzip arbeiten. Wie in den Collagen werden auch hier Fundstücke – Stimmen, Sätze, Geräuschsplitter – aus ihrem ursprünglichen Kontext gelöst, archiviert und neu montiert. Bild und Klang gehören dabei zu einem gemeinsamen Werkzusammenhang, in dem Zeitungssprache und Radioton sich gegenseitig kommentieren und weiterschreiben.
Zwei Hauptwerke
1) Großes Wortbild
Dieses großformatige Bild ist eine Reliefcollage aus Zeitungsausschnitten auf Triplexpappe. Es basiert auf einer 15-jährigen Sammlung von Überschriften aus dem Tagesspiegel, die sämtlich das Wort „Wort“ oder verwandte Begriffe enthalten. Es ist ein Kunstwerk aus Geduld und Zeitungspapier.
Das Werk lebt als komplexes Großgedicht, ein Gedicht aus Papier, das in verschiedene Richtungen gelesen werden kann – von links oben ("Im Anfang war das Wort") nach rechts unten ("Am Ende ist das Wort"), aber auch kreuz und quer. Ein besonderes Element ist das komplette Alphabet, das sich in einem Halbkreisbogen durch das Bild zieht. Es beginnt links unten mit „Trifft das A einen Tropfen“ und endet rechts mit „Z wie Zweitlogik“.
Notiz zur Entstehung
Zufall und Glück gaben auch ihr Stelldichein und fügten vergnügt meine Unterschrift ins Bild. Denn in einem Tagesspiegel-Artikel von Gunda Bartels hieß es über mein Werk:
"Carsten Schneider ist ein Freund des geschnittenen Wortes" – und diese Überschrift konnte ich rechts unten als Unterschrift einfügen!
Zudem nimmt dieser Aspekt einen weiteren Gedanken aus Frau Bartels Artikel auf, denn dort fragt sie zum Ende hin: "Ob der Künstler auch Teile dieses Artikels eines Tages für eines seiner Werke verwenden wird?" Wird er, hat er.
2) … und in Wiepersdorf
Dieses Bild ist das Ergebnis einer fünfjährigen Sammelzeit des Wortes "und" im Tagesspiegel, dem vielleicht erzählerischsten unserer Worte. Das "und" hat jeweils die gleiche Größe und stand ursprünglich in der Zeitung über einer Photographie. Aus Aberhunderten von Streifen formte ich dieses neue Bild der Medienwelt als Text-Bild-Kombination.
Der künstlerische Prozess war geprägt von einer unerwarteten Wendung: Der Tagesspiegel änderte sein Layout 2022 und beendete so meine Sammelzeit. Plötzlich mußte ich aus einem abgeschlossenen Fundus schöpfen. Dies zwang mich, mit dem Vorhandenen auszukommen und eine neue Form zu finden. Drei Monate lang verbrachte ich in Wiepersdorf damit, diese Fragmente zu einem neuen Ganzen zusammenzufügen – die intensive Schaffensphase gab dem Werk seinen Titel.
Weltfelle mit Schrift
Wortbilder 125 × 250 cm
Nichts in der Zeitung
Die profunde Stille des Nichts
Unter dem Serientitel „Nichts in der Zeitung“ setze ich mich mit einem Wort auseinander, das in der täglichen Berichterstattung ständig auftaucht und doch schwer zu fassen ist: dem „Nichts“. Die bislang vier gleichformatigen Collagen (84 × 60 cm) sind über viele Jahre hinweg entstanden. Denn es bedarf vieler Jahrgänge einer Zeitung, bis Nichts in ausreichendem Maß gesammelt ist.
Für jedes Bild habe ich ausschließlich Material eines einzigen Zeitungshauses verwendet: F.A.Z., Berliner Tagesspiegel, „Die Welt“ und „Die Zeit“. Gesammelt und ausgeschnitten habe ich nur das Wort „Nichts“ – ergänzt um unbedruckte, leere Partien der Zeitung, die dasselbe zeigen: nichts.
Die Zeitungsausschnitte kaschiere ich auf 1,5 mm starke Triplexpappe, sodass sie als kleine Reliefs vor dem Grund stehen. Schmale Fugen trennen die einzelnen Elemente – auch das sind Zonen des Nichts.
Die dezente Anmutung von Kirchenfenstern ist für mich dabei ein wichtiger Bezugspunkt: Wie dort, wo Licht zur bildhaften Botschaft geformt wird, Bleiruten Glasflächen zu einem Bildprogramm fassen, so bündeln hier Lücken und Leerstellen die Logik der Tagespresse.
Mich interessiert die Reibung zwischen dieser sakral anmutenden Form und dem profanen Material der Zeitung – zwischen der flüchtigen Nachricht und der Frage nach Sein und dem Nichts. Die radikale Beschränkung auf ein einziges Wort und ein einziges Zeitungshaus schärft den Fokus auf das Weggelassene. Übrig bleibt nichts.
Nichts in der Zeitung gehört zu einer größeren Recherche, die ich medienübergreifend führe. Sie setzt sich fort im Faltretabel „Alles-Nichts-Altar“ sowie in den Hörspielen „Nichts“, „Keine Nachrichten eines Tages im Deutschlandfunk“ und „Der Atem eines Tages im Deutschlandfunk“ und findet sich auch im Bildern, wie "Weißes Weltfell" wieder. Dort wie hier geht es um das Ungesagte, Nicht-Gesendete, Überhörte – in Sprache, Klang und Bild. Die Collagen dieser Serie sind deshalb eine Einladung, Absenz nicht nur zu deuten, sondern zu sehen: als stille Präsenz im Raster der Zeitung. Die Arbeit bleibt bewusst offen und wird fortgesetzt – solange das Nichts neue Formen findet.
„Nichts“ – Wurfsendung (Kurzhörspiel), 2023. Originalton-Collage aus Material des Deutschlandfunks; Autorenproduktion für Deutschlandfunk Kultur.
Alles–Nichts (2013)
Technik: Collage, Zeitungsausschnitte (Tagesspiegel)
Material: Holzrahmen, geschnitzt; umlaufende Inschrift „NIX“
Maße: 58 × 300 cm (geöffnet); 58 × 100 cm (je Tafel)
Alles–Nichts ist ein dreiteiliges Klappbild aus Zeitungsausschnitten. Im geschlossenen Zustand verdichtet die Außenseite vielfach „Alle“ und „Alles“ – Überfluss als Oberfläche. Beim Öffnen kippt die Setzung: Auf den drei Innentafeln erscheinen „Nicht“ und „Nichts“. Jeder Schnipsel trug einmal eine Meldung; geblieben sind Typografie, Rhythmus und Papier – und die Frage, wie schnell Wichtigkeit zur bloßen Form wird.
Wortbilder im Dialog mit Originalton-Hörspielen
Die akustischen Geschwister
Die hier versammelten 28 Wortbilder sind nicht nur eigenständige visuelle Kompositionen aus akribisch gesammelten Zeitungsausschnitten. Sie bilden zugleich den bildnerischen Pol eines größeren Projekts: der Originaltonhörspiel-Reihe „Die Konstruktion des Deutschlandfunks“.
In einem parallelen, ebenso zeitaufwendigen Arbeitsprozess werden Sendemitschnitte des Deutschlandfunks nach klanglichen, thematischen und grammatischen Kriterien zerlegt, geordnet und neu montiert. Aus Stimmen, Pausen, Versprechern, Satzresten und Geräuschsplittern entstehen dichte Sprachklangtexturen – akustische Geschwister der Wortbilder, die häufig auf denselben Wortfeldern, Motiven oder formalen Setzungen beruhen.
So entwickelt sich ein intensiver Dialog zwischen Schriftbild und Wortklang, zwischen visueller Poesie und auditiver Montage. Die Betrachtung der Collagen gewinnt durch das Hören der jeweiligen Originaltonkomposition eine zusätzliche Dimension: Sehen und Hören verschränken sich, erweitern die Wahrnehmungsebene und öffnen ein Feld von Assoziationen, in dem Zeitungssprache und Radioton einander wechselseitig kommentieren.
„Fragen“ – Wurfsendung (Kurzhörspiel), 2023. Originalton-Collage aus Material des Deutschlandfunks; Autorenproduktion für Deutschlandfunk Kultur.
und/pun – Drehbare Wortwerke
Die visuelle Verwandlung eines Wortes
Die Werkgruppe „und/pun“ nimmt die unscheinbare Konjunktion „und“ beim Wort – als Bildbaustein. Dafür sammle ich über längere Zeit hunderte Ausgaben eines Blattes, schneide die ‚und‘-Fundstellen heraus, kaschiere sie auf Triplexpappe und montiere sie zu einer dichten, präzise gesetzten Fläche. Das Ergebnis wirkt zunächst wie reine Wiederholung – bis der Blick kippt.
»Wir wohnten in Und.«
Julia Franck · Auseinander Welten · 2021
Denn in der Drehung um 180 Grad lässt sich dasselbe „und" plötzlich als „pun“ lesen, das englische Wort für Wortspiel. Aus dem deutschen Bindewort wird eine Pointe: nicht durch Zusatz, sondern durch Perspektive. So verschränken sich zwei Sprachen und zwei Lesarten – und das Zeitungspapier wird zum Träger einer einfachen, aber entschiedenen Erfahrung: Bedeutung entsteht auch durch Form, Richtung, Drehung. Eine Einladung zum visuellen und intellektuellen Drehsinn.
die/die/die
„die“ ist im Deutschen ein Artikelwort; im Englischen ein Verb: to die. Die Serie hält diese Doppelbedeutung nicht als Wortspiel fest, sondern als Grundspannung. Aus Überschriften werden schmale „die“-Streifen geschnitten, kaschiert und gesammelt, bis Tausende Fragmente vorliegen. Das Raster besteht aus Wiederholung: ein Wort, immer wieder.
Damit verschiebt sich der Status der Zeitung. Was als Meldung gedacht war, bleibt als Papier, Typografie, Rhythmus zurück. Dringlichkeit fällt ab, Sprache wird Oberfläche. In dieser Serie heißt das wiederkehrende „die“ nicht „Tod“ und nicht „Artikel“, sondern beides zugleich: Grammatik der Endlichkeit.
»Halb schon Legende:
die Tageszeitung, wenn wir sie
aus der Hand legen und verbreitete Demenz
zwitschert, planetarisch geworden.«
Karl Krolow: Wir leben schneller
Werknotiz: die/die/die (Frau mit Kind)
Sammelzeit 2011–2016, fertiggestellt 2017. Das Streifenraster verdichtet sich hier zu einer Figur: Frau mit Kind, frontal, eine Zeigegeste öffnet die Szene. Der Bildtypus erinnert an „Madonna mit Kind“, ohne religiöse Aussage. Entscheidend ist das Wort über den Köpfen: „die“ steht als Artikel und als Verb zugleich. Das Raster produziert ein Bild; das Bild wird vom Wort markiert. Was einmal Nachricht trug, ist auf Typografie, Papier und Wiederholung reduziert – und damit auf eine Form von Endlichkeit.
2023 hing das Werk für einige Wochen im Büro von Berlins Bischof Dr. Christian Stäblein: »Was er macht, ist so eindrücklich, mir fehlen die Worte«.
Weitere Wortbilder
der, die, das ...
Erde, ich werde Deine Liebe beweinen
Stop-Motion-Filme
Ergänzend zur Mappe: zwei Stop-Motion-Filme aus dem Schriftmaterial von „Erde, ich werde …“. Bewegte Typografie – zwischen Schriftbild und Choreografie.
Die Buchstaben verlassen die Fläche, probieren, ICH zu sein – und verschwinden wieder im Text.
EIN KLEINER FILM ÜBER (M)ICH
Drei Buchstaben lösen sich für eine kleine Weile aus der Zeile: I, C und H. Sie stolpern, drehen, verknoten sich – und werden zu (M)ICH. Ein kleines Selbstporträt aus Zeichen, das sich immer wieder neu zusammensetzt. Kleiner Film, kurzes ICH.
Bild und Ton: C. Schneider · Dauer: 1:20 Min. · 2012
IMMER ICH ALLES
Buchstaben traben umher außerhalb ihres angestammelten Breviers. Sie formen sich, um mich zu bilden. Besser gesagt, um ICH zu sein. Dann streben die Staben zurück ins Buch. Schöner Besuch, schöner Versuch.
Bild und Ton: C. Schneider · Dauer: 1:18 Min. · 2018
Zeitungsarchiv
Das Archiv in Zahlen
- Stand: Januar 2026
- Anzahl: über 300.000 Schlagzeilen, Wort-, Satz- und Farbfragmente
- Quellen: ca. 10 Tages- und Wochenzeitungen (u. a. F.A.Z., Die Zeit, Tagesspiegel, Die Welt)
- Kategorien: mehr als 250
- Sammelzeit: seit 2007
- Material: Zeitungspapier auf Triplexpappe
Das Archiv als Maschine
Die folgenden Sammelkisten zeigen nicht nur Vorrat, sondern ein Verfahren: Regeln, die Material erzeugen.
Mein Archiv ist keine Sammlung und kein privates Gedächtnis. Es ist eine Maschine. Ich benutze es, um Entscheidungen zu erzwingen. Nicht „ich suche etwas“, sondern: eine Regel sucht sich Material, und ich muss damit umgehen.
Ich arbeite mit Regeln, weil Regeln härter sind als Inspiration. Sie sind unpersönlich. Sie lassen Ausreden nicht zu. Wer sagt: „Ich sammle“, meint oft: Ich häufe an. Ich meine: Ich setze eine Bedingung – und unterwerfe mich ihr. Aus dieser Unterwerfung entsteht Form.
Ein Beispiel ist das Wort „Nichts“. Ich sammle nicht irgendwelche interessanten Begriffe, sondern aus Zeitungen jahrelang ein einziges Wort – „Nichts“ – und dazu die leeren, unbedruckten Partien, die dasselbe zeigen: nichts. Das klingt nach Konzeptkunst und ist in Wahrheit eine Erfahrung der Zeit. Man lernt, wie Gegenwart Sprache produziert: wie ein Wort plötzlich überall auftaucht, wie es verschwindet, wie es wiederkehrt. Je länger ich sammle, desto weniger „bedeutet“ das Wort – und desto mehr zeigt es seine Umgebung: Schlagzeilenlogik, Tonfall, Nervosität, Mode. Das Einmalige der Nachricht geht passé. Das Archiv macht die Zeitung lesbar, indem es sie ihrer Selbstverständlichkeit beraubt.
Der zweite Punkt ist der Anspruch auf Vollständigkeit. Vollständigkeit ist kein heroisches „alles“, sondern eine Konsequenz aus der Regel. Wenn ich mich entscheide, nur Material aus einem bestimmten Zeitungshaus zu verwenden oder nur eine bestimmte Wortform zu sammeln, dann ist der Rest tabu. Genau dadurch wird die Arbeit präzise. Und genau dadurch entsteht Irritation: Nicht die Fülle beruhigt, sondern die Lücke wird sichtbar. Je strenger die Ordnung, desto deutlicher der Rest, der sich nicht ordnen lässt. Das ist keine Panne, das ist der Erkenntnisgewinn.
Dasselbe Prinzip gilt bei Serien, die scheinbar formal sind, tatsächlich aber Wahrnehmungsinstrumente: etwa wenn ich nicht „Wörter“ sammle, sondern eine grammatische Form – Infinitive. Der Infinitiv ist eine Schwebe: Handlung als Möglichkeit, nicht als Tat. Die Regel produziert Material, das ich mir nicht ausgesucht hätte. Sie zwingt mich, Komposition nicht aus Laune zu bauen, sondern aus Notwendigkeit: Was passt in die Setzung? Was zerstört sie? Was schärft sie? Das Archiv liefert nicht Antworten, es liefert Widerstände – und Widerstand ist produktiver als Zustimmung.
Deshalb ist das Archiv keine Vorstufe zur Kunst, sondern der Ort, an dem Kunst beginnt. Es entscheidet darüber, ob eine Arbeit nur „eine hübsche Idee“ bleibt oder ob sie ein Verfahren wird, das sich wiederholen lässt – und gerade dadurch Tiefe gewinnt. Meine Bilder und meine Radiomontagen hängen an dieser Maschine. Sie funktionieren nur, weil das Material nicht freundlich ist. Es kommt nicht „passend“ daher. Es wird passend gemacht. Und im besten Fall bleibt dabei etwas Unpassendes übrig, das die Arbeit wachhält.
Ich ordne nicht, um die Welt zu glätten. Ich ordne, um genauer zu sehen. Das Archiv ist mein Werkzeug dafür. Es ist nicht mein Besitz, es ist mein Gegenüber.




























































































































































































































































